Dr. Isabella Gelsinger
Dr. Isabella Geslinger - Zahnärztin Trier

Laser in der Zahnmedizin

Sanfter und wichtiger Helfer

Der Laser ist in der Humanmedizin nicht mehr wegzudenken. Er wird als Softlaser bei Dermatologie eingesetzt, in der Chirurgie und in der Augenheilkunde.
Auch in der Zahnmedizin ist er ein sanfter und wichtiger Helfer.

Als Mitglied in der SOLA (international Society for oral Laser Applications) konnte ich viele Erfahrungen mit dem Laser sammeln und wende ihn seit einigen Jahren bei vielen Therapien in meiner Praxis an.

Der Diodenlaser besteht aus vielen Glasfasern, die mit einer bestimmten Wellenlänge ihren therapeutischen Nutzen auf das bestrahlte Gewebe übertragen.
Dabei werden durch die Laserstrahlen Bakterien, Pilze und sogar Viren eliminiert.

Neben diesen Fähigkeiten " schneidet" der Laser präzise und sanft das Zahnfleisch und wirkt zudem noch blutstillend.

Der Laser bringt als begleitende Therapiemassnahme bei Wurzelbehandlungen und Parodontose Vorteile durch bessere Wundheilung und verkürzte Behandlungsdauer. Auch zum schnellen, unblutigen und schmerzfreien Entfernen von Lippen- und Zungenbändchen, besonders bei Kindern, eignet er sich hervorragend.

Die Wunde muss nicht mehr genäht werden, das lästige "Fäden-ziehen" entfällt.
Müssen Implantate nach mehrmonatiger Einheilphase wieder freigelegt werden, um sie mit Zahnersatz zu versorgen, ist kein Skalpell mehr notwendig. Gleichzeitig wirkt der Laser bakterizid.

Auch die lästigen und schmerzhaften Herpesbläschen am Mund können zu Beginn ihrer Entstehung behandelt werden. Die Viren werden dabei abgetötet und der Herpes erscheint an dieser Stelle nicht wieder.

Besonders erfolgreich ist der Laser bei den Wurzelkanalbehandlungen. Die Wurzelkanäle werden somit keimreduziert und gleichzeitig getrocknet. Ergebnis ist ein früheres und erfolgreiches Behandlungsende.

Fast alle Schleimhautveränderungen können mit dem Laser behandelt werden: Aphten, Fibrome (gutartiger Tumor des Bindegewebes), Hämangiome (Schleimhautveränderungen, die an Blutgefäße angeschlossen sind), Mykosen (Pilzbefall der Schleimhaut) und vieles mehr.

Selbst beim Bleachen (Aufhellen) der Zähne kann ein besserer Erfolg erzielt werden. Der Laser beschleunigt den Prozess des Bleaching-Gels, so dass das recht aggressive Wasserstoffperoxid des Gels nicht so lange auf dem Zahnschmelz verweilen muss. Somit wurde die Empfindlichkeit von kalt und heiß erheblich reduziert.

Der Laser kann auch zur frühzeitigen Kariesdiagnostik benutzt werden. Mit Hilfe des reflektierenden Laserlichtes können völlig schmerzfrei und ohne unnötige Strahlenbelastung kleinste Schmelzdefekte im Zahn frühzeitig erkannt werden. Besonders ist diese Diagnose vor Fissurenversiegelungen bei Kindern zu empfehlen.

Der Laser ist aus der erfolgreichen Zahnbehandlung für mich kaum noch wegzudenken.